Höchste Handwerkskunst: Porzellan Service-Kollektionen von Hering Berlin

Der Weg zum Gipfel des Genusses führt nicht allein über den Gaumen. Gute Küche, egal ob im Restaurant oder zu Hause, braucht einen optischen Rahmen, der dem hinter dem Gericht stehenden Aufwand entspricht. Und der einer sehr schlichten Delikatesse erst zu richtigem Glanz verhilft. Keine anderen zeitgenössischen Service-Kollektionen erfüllen diesen Anspruch so formvollendet wie die von Hering Berlin.

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Die stilistische Vielfalt der Porzellan-Kollektionen – von puristisch weiß bis aufwendig dekoriert

Designerin und Firmengründerin Stefanie Hering ist im Geist mit der Philosophie der großen Porzellanmanufakturen verbunden, die ihre Service in unendlicher Detailfreude und jahrhundertealter Fachkenntnis bis heute per Hand herstellen. Doch suchte die ausgebildete Porzellanmeisterin von Anfang an nach Möglichkeiten, diese Handwerks-Traditionen mit modernen Essensgewohnheiten und Stil-Ansprüchen zu verbinden. Alle ihre Service-Kollektionen sind zeitlos modern – mal puristisch weiß, mal aufwendig dekoriert. Und doch stehen alle Formen und Dekore, die sie entwickelte, zugleich auch im engen Schulterschluss zu diesen Manufaktur-Traditionen. Stefanie Hering bricht die klassischen Service-Zusammenstellung auf und gibt sowohl den einzelnen Formen, als auch dem individuellen Wunsch des Nutzers, absolute Priorität.

Das Service entsteht nicht durch die Vorgabe des Entwurfs, sondern bekommt seine Bedeutung durch Funktion und individuelle Auswahl.

Die Serie „Granat“ ist das beste Beispiel dafür: Von Hand gemalte, wie skizziert wirkende blaue Linien überziehen das samtig-raue Biskuitporzellan der Ränder und das schmelzend spiegelnde Weiß der glasierten Anrichteflächen von flachen Tellern und tiefen Tellern, Vorlegeplatten und Schalen. Erst wenn mehrere Elemente dieses Speiseservices aufgedeckt sind, ergibt sich ein Bild: Das Dekor spielt mit dem uralten Motiv des Granatapfels, das schon die chinesischen Porzellane schmückte, die im 17. Jahrhundert auf Handelsschiffen nach Europa gebracht wurden. Im 18. Jahrhundert wurde es von den aufstrebenden europäischen Manufakturen adaptiert; bis heute gehört beispielsweise das dem Granatapfel verpflichtete „Zwiebelmuster“ zu den bekanntesten Dekoren der gesamten Porzellangeschichte. Stefanie Herings Granatapfel-Entwurf bricht dieses strenge Schema auf. Sind es auf dem Gourmetteller, dem Coupeteller oder dem Pastateller nur zwei abstrakte leicht gekrümmte Linien, sind auf Henkelbecher, Salatschale oder Marmeladenschälchen Kelchblätter und eine Rundung der Frucht angedeutet, auf einem der Kuchen- und Brotteller, einigen Untertellern oder der Dessertschale ist sie als Ganzes zu sehen. Die große Dekortradition erhält in diesem Service von Hering Berlin eine überaus zeitgemäße Interpretation.



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„Piqueur“: Ein wundervoller Entwurf in der Tradition nobler Jagdservice

Auch der Entwurf „Piqueur“ nimmt sich einer großen Dekortradition an: der Jagdservice, wie sie sich Fürsten für ihre Jagdschlösser anfertigen ließen. Porzellandesignerin Stefanie Hering indes nähert sich diesem hehren Thema mit einem charmanten, modernen Augenzwinkern: Das in Zusammenarbeit mit dem Sternekoch Harald Rüssel entwickelte Dekor zeigt Tiere und Pflanzendetails aus Wald, Feld und Gebirge, die in dezenten Grautönen und leicht humoristischem Einschlag gezeichnet sind. Feldhasen hoppeln über Kuchen- und Brotteller, Igel trippeln am Rand von Frühstückstellern entlang. Ein kapitales Wildschwein dominiert Essteller und Platzteller. Ein Auerhahn schlägt auf dem Henkelbecher sein Rad. Und der Steinbock regiert als König der Alpen über Pastateller und Salatschale. Bei diesem Porzellan-Service kann Hering Berlin, neben der immensen Produktqualität, auch noch einen weiteren Vorzug ausspielen, der nur im Bereich handgefertigter Porzellane möglich ist: Zu den meisten Formen gibt es mehrere Dekorvarianten – so kann sich jeder sein individuelles Service mit seinen Lieblingsdekoren zusammenstellen. Darüber hinaus ist das Service auf Wunsch sogar teilweise personalisierbar: Sofern sie für die jeweilige Form adaptierbar sind, können Teller- und Gefäße Dekormotive nach den persönlichen Vorlieben erhalten.

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Die hochwertigen Kollektionen „Polite Gold" und „Polite Silver"

Eine weitere Dekorationstechnik aus dem Repertoire der großen Manufakturen kommt zum Einsatz, um den Kollektionen „Polite Gold“ und „Polite Silver“ ihr modernes, edles, schlichtes und doch extravagantes Aussehen zu verleihen: die Arbeit mit Gold und Silber, das aufwendig auf das Porzellan aufgebracht wird. Klassisch kommt es als schmaler Gold- oder Silberreif an der Tellerkante zum Einsatz. Doch bei Hering Berlin sind ganze, breite Tellerränder, die Außenseiten von Bechern oder, besonders spektakulär, Teekannen, mit Gold überzogen.

 

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Mit feinsten Werkzeugen und kleinen Messern entsteht das Dekor von Cielo

Auch der wohl bekannteste Entwurf von Hering Berlin, „Cielo“, fußt letztendlich auf einer klassischen Dekortechnik der Porzellan-Manufakturen, dem Korbschnitt. Dank der immensen Kenntnis, die die ausgebildete Keramikmeisterin Stefanie Hering im Umgang mit diesem Material vorweisen kann, gelang ihr eine faszinierende Neuinterpretation: In die extra breit gestalteten Ränder von Coupetellern und Schalen werden per Hand winzige Löchlein gebohrt; in Brotkörbe und Obstschalen, ebenfalls in Handarbeit, größere Löcher geschnitten. Beide Techniken sind eine Gratwanderung entlang der Grenze des mit Porzellan überhaupt Machbaren: Da die Löcher noch vor dem Brand in die fragile und feuchte Masse eingearbeitet werden müssen, ist die Ausführung des Dekors jedes Mal aufs Neue eine handwerklich-technische, aber auch statische Herausforderung. Auf die Spitze getrieben wird dieser Balance-Akt in einem zu „Cielo“ gehörenden Dekorobjekt, das mit seinem weit ausladenden oberen Rand nur auf einer winzigen Standfläche steht. An diesem Objekt wird deutlich: Besonders bei „Cielo“, aber auch bei ihren anderen Porzellan-Kollektionen bewegt sich Stefanie Hering an der Grenze vom Handwerk zur Kunst.