Über uns

Hering Berlin Becher Kollektion

Sich als junges Mädchen für die uralte Kunst der Porzellanherstellung zu interessieren, sagt Stefanie Hering, war ein wenig ihrer Zeit geschuldet. „In den Achtziger Jahren wollten wir alle entweder Goldschmied oder Keramiker werden und ich fing eben an, auf der Drehscheibe etwas zu kreieren.“ Glücklicherweise! Denn Stefanie Hering, Gründerin und Geschäftsführerin von Hering Berlin, der jüngsten Porzellanmanufaktur der Hauptstadt, schuf über die Jahre hinweg ein Produkt, von dem Privatkunden bis Spitzenköche begeistert schwärmen: sinnliches Biskuitporzellan für den täglichen Gebrauch, extrem stabil, „hygienisch bis Anschlag“, wie Stefanie Hering sagt und umweltfreundlich obendrein.

Die unglasierten Kollektionen mit klangvollen Namen wie Cielo, Velvet oder Pulse begeistern durch ihre samtweiche sinnliche Oberfläche - das unverkennbare Markenzeichen der Manufaktur, die sich seit 1999 auf der Spitzenebene renommierter Porzellanhersteller positioniert. Dem zugrunde liegt ein simples, doch raffiniertes Erfolgsrezept: Hering Berlin fertigt in traditioneller Handarbeit elegantes und zeitgenössisches Tafelgeschirr für den Alltag, von dem inzwischen in über 20 Ländern rund um die Welt gespeist wird. Denn was gibt es Schöneres, als der Genuss aus einem handgemachten Unikat!

Die Manufakturen

Hering Berlin manufacture

Die Zusammenarbeit mit den besten Manufakturen Deutschlands ist wie eine Reise durch Zeiten und Traditionen. Bei der Wahl unserer Produktionspartner sind wir ebenso konsequent wie in unserer Gestaltung: Hering Berlin fertigt ausschließlich in Handwerksbetrieben in Deutschland, die über Generationen hinweg ihr Wissen bewahrt haben und mit ihrer Leidenschaft zur Perfektion jedes unserer Stücke zu einem Unikat veredeln.

Mattes Biskuit - das Markenzeichen Hering Berlins kommt aus Thüringen
Wir produzieren nicht für die Vitrine, sondern erlesenes Gebrauchsporzellan für jeden Anlass. Um feinstes Tafelgeschirr für den täglichen Einsatz zu wappnen bedarf es Talent, Mut und handwerkliche Perfektion. Unsere Porzellanmeister in der Manufaktur in Reichenbach sorgen in aufwändiger Handarbeit dafür, jedes einzelne Objekt exquisiten Bisukuitporzellans in seiner ganzen Schönheit herzustellen, außergewöhnliche Techniken in raffiniertes Design zu integrieren und zeitlose Kunstwerke von sinnlicher Haptik, Stabilität und Langlebigkeit zu erschaffen.

Feinster Schliff - Theresienthaler Glaskunst
Wenn Trinkgläser zu Handschmeichlern werden, sich kunstvoll das Licht in ihnen bricht und die Farbe des Weines von Rot zu Tiefrot changiert, dann waren Glasmacher, Schleifer und Graveure am Werk. Hering Berlins Glaskollektion besticht durch elegant reduziertes Design, Transparenz und raffinierte Struktur. Mundgeblasene Glaskunst von so einem außergewöhnlich hohen Qualitätsanspruch herzustellen, beherrscht die Manufaktur Theresienthal bereits seit 1836.

Lichte Momente - der Stuttgarter Familienbetrieb Steng
Um feines Biskuitporzallen und feingeschliffenes, mundgeblasenes Glas zum Strahlen zu bringen, braucht es Licht. Die Designerin Stefanie Hering hat erkannt, das ihr zartmattes, unglasiertes Hartporzellan gleichzeitig stabil, hitzebeständig und dünn genug ist, um technisch und ästhetisch auch mit Licht zu überzeugen. Bei der technischen Umsetzung von Hering Berlins Lichtkreationen ist Steng Licht aus Stuttgart behilflich - auch die extravagantesten Leuchtenträume werden hier in die Realität umgesetzt.

Kleine Porzellankunde

Hering Berlin manufacture

Man lernt nie aus und auch wenn Sie bereits das Gefühl haben, sich gut auf dem Gebiet der Herstellung feinen Porzellans auszukennen, können wir mit unserer kleinen Warenkunde vielleicht doch noch die ein oder andere Wissenslücke stopfen.

Biskuitporzellan
Biskuit ist Porzellan in seiner ursprünglichsten, unverfälschten Form: Porzellan pur und nicht glasiert. Es besticht durch seine matte Oberfläche, die sich angenehm sanft anfühlt und eine unwiderstehliche, leicht transparente Optik. Biskuitporzellan besitzt teilweise sogar bessere Eigenschaften in Bezug auf Dichte, Härte, Festigkeit und Widerstand gegen Abrieb und vor allem Kratzer als glasiertes Porzellan. Nach dem Brand bei 1.400 ° Grad besitzt Biskuitporzellan keine einzige Pore mehr, wodurch keinerlei Schmutz eindringen kann. Das macht es herrlich einfach, Biskuitporzellan zu reinigen.

Dekor
Durch Aufbringung von Dekorfolien oder durch Handbemalung wird das Porzellan verziert. Gängig ist die sogenannte Inglasur, die die Grundlage für weitere Verarbeitungsschritte bildet. Dekore aus Edelmetallen wie Gold, Silber oder Platin sind die hochwertigsten Formen des Dekors, die in der Regel durch Porzellanmaler erfolgen. Sehr besondere oder wertvolle Einzelstücke werden sogar von den Porzellanplattenmalern vorgenommen.

Schellackmalerei
Der älteste Lack der Welt stammt vom Sekret einer kleinen Laus, aus dem der Lack gewonnen wird. Ursprünglich um Gipsformen im Porzellan abzugießen, verwenden wir Schellack in der Kollektion Pulse. Auf den Scherben wird mit rohem Lack gemalt und später vorsichtig ausgewaschen. Die vorher mit Schellack bemalten Stellen bleiben erhaben, sind dadurch dicker als das restliche Porzellan und unterschiedlich transparent.

Fahne
Der flach erhöhte Rand, vor allem bei Suppentellern ausgeprägt.

Spiegel
Die Vertiefung eines Esstellers. Besonders schön in Szene gesetzt wird dieser in unserer Kollektion Blue Silent.

Fußring
Der Ring, auf dem der Teller steht.

Schnaupe
Ausgießer bei einem Krug oder einer Karaffe, die hoffentlich nie tropft!

Kumme
Schalenartiges Gefäß, das ohne Kompromiss in seiner Formgebung ist. Die Kumme ist Stefanie Herings Lieblingswort im Porzellanwortschatz! Neugierig? Der passende Artikel ist hier zu sehen.

Scharffeuer Kobalt
Extrem farbtief und brillant blau ist das „himmlisch“ Oxid, wie Kobalt aus dem Lateinischen „coelestis“ abgeleitet wird. Zudem ist es extrem hitzebeständig und kann als keramische Glasur den hohen Brenntemperaturen ebenso standhalten, wie der täglichen Reinigung im Geschirrspüler. Besonders schön ist Scharffeuer Kobalt in Blue Silent zu sehen. Matt und Glanzgold Sorgfältig mit dem Pinsel aufgetragen, ist Mattgold (äußerst fein pulverisiertes echtes Gold) noch dunkelbraun, fast schwarz. Nach dem Schmelzbrand zeigt sich Mattgold goldfarben, aber erst nach der Politur erhält es den echten Goldglanz, auch Poliergold genannt. Wir arbeiten ausschließlich mit reinen Edelmetallen. Hier geht es nicht um ein Stück zerbrochenes Porzellan, sondern um die Umwandlung eines ungebrannten keramischen Erzeugnisses zu einem Rohling.